Typische Symptome eines Defizits sind anhaltende Müdigkeit, Muskelschwäche, Knochen- und Gelenkschmerzen sowie Stimmungsschwankungen. Bei schwerem Mangel können Knochenerkrankungen wie Rachitis bei Kindern oder Osteomalazie bei Erwachsenen auftreten. Aktuelle Studien aus 2025 und 2026 haben diese Beschwerden genauer untersucht:
Frühe Vitamin-D-Mangel-Symptome: Eine Studie im European Journal of Cardiovascular Medicine (2025) untersuchte 300 Erwachsene zwischen 18 und 60 Jahren. Das Ergebnis: Bei ausgeprägtem Mangel (unter 20 ng/ml) traten deutlich häufiger chronische Müdigkeit und Muskelschwäche auf – besonders in Oberschenkeln und Oberarmen. Auch nach Berücksichtigung anderer Faktoren wie Alter, Gewicht und Bewegung blieb der Zusammenhang bestehen. Allerdings gilt: Nicht jeder mit niedrigen Werten ist müde, und nicht jede Müdigkeit lässt sich auf den Vitamin-D-Wert zurückführen.
Muskel- und Gelenkbeschwerden: Studien zeigen: Menschen mit chronischen Rücken- und Nackenschmerzen haben häufiger niedrige Vitamin-D-Werte im Blut. Untersuchungen aus 2026 dokumentieren bei über 70 Prozent der Betroffenen eine Besserung nach gezielter Behandlung. Einschränkend: Ein klarer ursächlicher Zusammenhang ist nicht immer nachweisbar.
Stimmungsschwankungen und Konzentrationsprobleme: Beobachtungsstudien zeigen einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und depressiven Verstimmungen. Ob Vitamin-D-Präparate helfen, ist allerdings noch nicht eindeutig belegt. Eine Studie aus Südasien (2024/2025) fand zudem einen Zusammenhang zwischen niedrigen Werten und schlechterer geistiger Leistungsfähigkeit.
Schwere Vitamin-D-Mangel-Symptome: Bei Kindern führt ausgeprägter Mangel zu Rachitis – die Knochen bleiben weich und verformen sich. Typisch sind O-Beine, X-Beine und verzögertes Wachstum. Bei Erwachsenen entwickelt sich Osteomalazie, eine Knochenerweichung mit starken Schmerzen. Im höheren Alter kann chronischer Mangel zur Entstehung von Osteoporose beitragen. Diese schweren Knochenerkrankungen sind wissenschaftlich gut belegt.