Da die Dienstzeit, Besoldungsgruppe und Familiensituation stark variieren, gibt es keine Universallösung. Die folgenden drei Praxisbeispiele veranschaulichen, welche Altersvorsorge für Beamte in der jeweiligen Lebensphase optimal passt.
Praxisfall 1: Lehrer (32 Jahre, verbeamtet auf Lebenszeit)
Ausgangslage: Bis zur Pension bleiben rund 35 Jahre im Schuldienst. Voraussichtlicher Ruhegehaltssatz: ca. 63 Prozent – es besteht eine spürbare Versorgungslücke.
Empfohlene Strategie: Durch den langen Anlagehorizont eignet sich ab 2027 ein renditestarkes Altersvorsorgedepot mit ETFs (ohne Beitragsgarantie). Bereits ab 25 Euro monatlich lässt sich dank des Zinseszins-Effekts ein solides Polster aufbauen – ergänzt um staatliche Zulagen bei späteren Familienplanungen.
Praxisfall 2: Polizeibeamter (45 Jahre, verheiratet, 2 Kinder)
Ausgangslage: Verbleibende Restdienstzeit ca. 15 Jahre. Ein bestehender Riester-Vertrag wird seit 2010 bespart.
Empfohlene Strategie: Durch die beiden Kinder fließen hohe staatliche Zulagen (2x300 Euro).
Für die Weiterführung der bestehenden Riester-Rente als Beamter spricht vor allem der hohe Garantiezins.
Für die Übertragung in ein neues Altersvorsorgedepot als Beamter spricht die lange Restlaufzeit von 15 Jahren und somit die Chancen am Kapitalmarkt.
Praxisfall 3: Verwaltungsbeamter (58 Jahre, ledig Besoldungsgruppe)
Ausgangslage: Restdienstzeit unter 10 Jahre
Empfohlene Strategie: Ein kompletter Vertragswechsel von Riester in das Altersvorsorgedepot ist kurz vor dem Ruhestand meist unrentabel, da die Ansparzeit für Marktchancen fehlt. Eine Übertragung der neuen Förderlogik in den bestehenden Riester-Vertrag kann die geeignete Strategie sein.
Mit dem Debeka Förderrechner ermitteln Sie in wenigen Schritten Ihre persönliche Förderquote und jährliche staatliche Zulage.