Es gibt verschiedene Wege: Die wichtigsten sind der Darmkrebs-Vorsorge Stuhltest und die Darmspiegelung. Der immunologische Stuhltest (iFOBT) ist eine einfache, schmerzfreie Methode, um verstecktes Blut im Stuhl zu entdecken. Blut im Stuhl kann auf Polypen oder Tumore hinweisen. Beim Darmkrebs-Vorsorge Stuhltest erhält der Patient ein Testset für zu Hause, bei dem er selbst eine kleine Stuhlprobe entnimmt und diese dann an die Praxis zurückgibt. Das Labor prüft diese Probe auf verstecktes Blut. Ein positiver Test bedeutet nicht automatisch Darmkrebs, sondern zeigt an, dass Blut im Stuhl gefunden wurde. Die Ursache können auch andere Erkrankungen sein. Ein negatives Ergebnis schließt Darmkrebs nicht mit absoluter Sicherheit aus, weil Tumore nicht immer bluten. Bei einem auffälligen Befund ist eine weitere Abklärung durch eine Darmspiegelung notwendig.
Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist die zuverlässigste Methode. Sie wird in der Regel von einem Facharzt für Gastroenterologie durchgeführt, der den gesamten Dickdarm von innen untersucht. Polypen werden bei Bedarf direkt entfernt und Gewebeproben entnommen. Die Vorbereitung auf die Darmspiegelung beginnt meist am Vortag mit einer "speziellen Diät" und Abführmitteln. Während der Untersuchung befindet sich der Patient in einer leichten Sedierung („Dämmerschlaf“). Der Eingriff dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten. Nach einem unauffälligen Befund genügt es meist, die Darmspiegelung nach zehn Jahren zu wiederholen. Werden Polypen entfernt, kann eine frühere Kontrolle notwendig sein.
Stuhltest oder Darmspiegelung?
Der Darmkrebs-Vorsorge Stuhltest ist unkompliziert, niedrigschwellig und eignet sich besonders für Menschen, die eine Darmspiegelung zunächst nicht wünschen oder für die sie medizinisch nicht in Frage kommt. Den besten Schutz vor Darmkrebs bietet die Darmspiegelung, weil dabei Polypen erkannt, entfernt und Gewebeproben entnommen werden können. Wer sich unsicher ist oder Angst vor der Untersuchung hat, sollte das offene Gespräch mit seinem Arzt suchen. Generell gilt: Jede Form der Darmkrebsvorsorge ist besser als gar keine – und bei einem auffälligen Stuhltest wird immer eine Darmspiegelung empfohlen.