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Wohnen

Frühjahrsputz leicht gemacht

Tipps und Tricks für ein sauberes Zuhause

Titelbild Ratgeber Frühjahrsputz

Frühjahrsputz – noch nie gemacht? Es klingt schon einmal nach einem Berg Arbeit. Wie motiviere ich mich? Wie fange ich an? WissensWert zeigt, wie wir Dreckecken den Kampf ansagen und Frische ins Haus bringen. Eine Anleitung mit System.

Warum Frühjahrsputz?

Der Frühjahrsputz hat seinen Ursprung in Zeiten, in denen mit Holz und Kohle geheizt wurde. Das hinterließ sichtbare Spuren im Wohnraum. Wenn die Außentemperaturen nach dem Winter stiegen und die Heizperiode endete, wurde gründlich durchgelüftet, Ruß und Schmutz entfernt – und zwar in allen Ecken. Auch wenn wir heutzutage meist „sauberer“ heizen, ist diese Tradition lebendig geblieben. Nach dem dunklen Winter wird das Zuhause von Staub und Dreckecken befreit – gerade dort, wofür bei der wöchentlichen Putzroutine keine Zeit bleibt. Dann nimmt man sich Zeit für Bereiche, die schwer zugänglich sind. Diese Grundreinigung sorgt für ein Gefühl von Frische und Erneuerung.

Wie fange ich mit dem Frühjahrsputz an?

Wie geht Frühjahrsputz, was gehört dazu, was muss ich machen? Das ist sehr individuell und hängt ab von der Zeit, die ich investieren kann und möchte, den Räumlichkeiten in der Wohnung und dem persönlichen Sauberkeitsempfinden. Wichtig ist ein Putzplan, welche Bereiche des Hauses ich mir in welcher Reihenfolge vornehmen möchte. Ich erstelle eine Liste, auf der ich die Aufgaben in kleine, überschaubare Schritte aufteile. Wenn der Arbeitsberg zu groß ist, resigniert man leichter. Ich stelle sicher, dass alle benötigten Reinigungs- und Hilfsmittel im Haus sind. Im Idealfall nehme ich mir ein Zimmer nach dem anderen vor: Bad, Küche, Wohnbereiche. Und nutze die Chance zu entrümpeln: Was kann weg? Schränke ausmisten kann auf der Agenda stehen. Beim eigentlichen Putzen arbeite ich mich von oben nach unten vor und von hinten nach vorne. (Spinnweben in den Zimmerecken nicht vergessen!) Geputzte Fenster und gewaschene Vorhänge machen die Zimmer gleich heller und frischer. Beim Bodenwischen auch unter Möbeln und in schwer zugänglichen Ecken saubermachen. Möbel werden dafür gerne verrückt. Pausen, nachdem eine Aufgabe erledigt ist, sind wichtig, um bei der Stange zu bleiben. Musik oder ein Podcast machen die Arbeit angenehmer.

Checkliste
Ideen für den Frühjahrsputz mit System

Beispiele für die To do-Liste

  • Fenster putzen, Gardinen waschen, Jalousien und Rollläden reinigen
  • Schränke und Regale: ausräumen, innen und außen (auch auf der Oberseite) wischen, gerne ausmisten, bevor wieder eingeräumt wird
  • Teppiche, Polstermöbel, Matratzen gründlich reinigen
  • Lampen und (Decken-)Leuchten putzen
  • Dekoration abstauben bzw. feucht abwischen – oder austauschen?
  • Unzugängliche Stellen: unter/hinter Möbeln reinigen
  • Zimmerecken (Spinnweben), Belüftungsgitter säubern
  • Dunstabzugshaube entfetten
  • Wasserkocher entkalken, Backofen reinigen, Kühlschrank auswaschen, Gefriertruhe abtauen, ausmisten und reinigen
  • Vorratsschrank ausmisten (Ablaufdaten kontrollieren, sortieren)
  • Garderobe/Kleidung ausmisten (Wintergarderobe gegen Sommergarderobe austauschen?)
  • Wasserhähne und Duschkopf entkalken, alle Wandfliesen reinigen
  • mögliche Schimmelecken beseitigen
  • Abflüsse säubern
  • Terrasse/Balkon und Gartenmöbel bereit für den Frühling machen

Wie putze ich nachhaltig?

Nachhaltig putzen – wie geht das? Wer meint, beim Großputz aggressive Putzmittel einsetzen zu müssen, irrt. Neben fertigen Reinigungsmitteln mit Nachhaltigkeitssiegeln wie dem Blauen Engel, Ecocert oder Nature Care Product (NCP) sind alte Hausmittel geeignet: Kernseife, Spiritus, Essig, Zitronensäure, Natron. Je nach Oberfläche und Art der Verschmutzung, helfen diese oft sogar effektiver – und schaden der Umwelt, der eigenen Gesundheit und den Oberflächen weniger als Chemiekeulen. Bei Flecken wirkt übrigens Einweichen mit einem feuchten Lappen Wunder.

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Welche Vorteile hat der Frühjahrsputz?

Ein sauberes Zuhause trägt zur Gesundheit bei, weil Staub und Schmutz entfernt werden – auch an Stellen, für die in der wöchentlichen Putzroutine die Zeit fehlt. Ist ein Schrank oder ein Regal erst einmal ausgeräumt, fällt es leichter, nur die Dinge, die man wirklich braucht, wieder einzuräumen. Eine gute Gelegenheit, sich von Überflüssigem zu befreien und auszumisten! Beispiel Kleiderschrank: Was in den letzten zwei Jahren nicht getragen wurde, kann eigentlich weg: verkaufen, verschenken oder in den Altkleidercontainer. Abgeräumte Regale und Flächen bieten die Chance für neue Deko-Ideen. Ordnung zu schaffen, vermittelt ein Gefühl der Kontrolle und Klarheit. Das steigert das Wohlbefinden und fördert die Zufriedenheit.

Putzhacks
  • Für manche Reinigungsarbeiten müssen wir hoch hinaus. Dabei sollten wir uns Zeit nehmen, eine Leiter sicher aufzustellen und nicht auf provisorischen Konstruktionen balancieren, die vielleicht sogar noch wegrutschen können.

  • Alte Socken können ein zweites Leben als Staubhandschuhe führen. So lassen sich z. B. Jalousien, Heizkörper oder andere schwer zugängliche Stellen gut zum Abstauben erreichen.

  • Duschkopf entkalken: Plastikbeutel mit Essigwasser füllen, Duschkopf hineintunken, mit einem Gummiband Beutel befestigen, halbe Stunde einwirken lassen. Gut ab- und durchspülen, damit die Dichtungen und Plastikeile keinen Schaden nehmen.

  • Da Essig kalkhaltige Fliesenfugen angreifen kann, nicht pur auf die Fugen geben, sondern mit dem getränkten Lappen drüberwischen und mit klarem Wasser nachspülen.

  • Im Duo effektiv – Abfluss reinigen: eine halbe Tasse Natronpulver in den Abfluss, gefolgt von einer halben Tasse Essig, 30 Minuten einwirken lassen. Mit heißem Wasser nachspülen.

  • Um die Haut der Hände zu schonen, am besten immer mit Gummihandschuhen putzen. Tipp: Hände dick eincremen, dünne Baumwollhandschuhe anziehen, dann Gummihandschuhe oder Silikonhandschuhe darüber. So wird das Putzen zur Handkur.

Trends beim Frühjahrsputz

  • Nachhaltig putzen: Umweltfreundliche Reinigungsprodukte und Materialien liegen im Trend: weniger Chemikalien, mehr natürliche Inhaltsstoffe und wiederverwertbare Hilfsmittel

  • Minimalismus: Indem ich jedes Zimmer unter die Lupe nehme, habe ich die Gelegenheit, mich von unnötigem Ballast zu befreien und nur das wirklich Wichtige zu behalten. Das schafft nicht nur Platz und Ordnung, sondern kann auch Geld einbringen, wenn ich Dinge verkaufe.

  • DIY und Upcycling: Alte Möbel, Kleider und Gegenstände kann ich vielleicht umgestalten und wiederverwenden. Das setzt nicht nur neue Akzente, sondern spart Geld und ist gut für die Umwelt.

  • Übertragen auf andere Bereiche macht Frühjahrsputz ebenfalls Sinn, zum Beispiel das Smartphone aufräumen: überflüssige Videos, Fotos, Screenshots, Apps, Dokumente löschen. Wichtige Dateien extern sichern.

Stand: März 2025

Das Wort zum Schluss

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