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Finanzen

Wie funktioniert Bausparen? Vorteile, Förderung & Tipps

Ob Eigenheim, Modernisierung oder sicherer Vermögensaufbau: Bausparen legt den Grundstein für die eigenen Wohnträume. WissensWert erklärt verständlich, kritisch und mit vielen Praxisbeispielen, wie es funktioniert – und für wen es der richtige Weg sein kann.

Bildquelle: AdobeStock

Bausparen ist für mich einer der bewährtesten Wege, die eigene Wohnzukunft zu planen. Gerade in Zeiten schwankender Zinsen und steigender Immobilienpreise will ich genau wissen: Wie funktioniert Bausparen? Für wen lohnt es sich wirklich? Welche Förderung gibt es, worauf sollten Bausparer achten und lassen sich typische Fehler vermeiden? In diesem Ratgeber teile ich meine Recherche, meine Erfahrungen und mein Wissen rund um das Thema Bausparen.

Was ist Bausparen?

Bausparen ist ein in Deutschland weit verbreitetes Sparmodell, um Eigenkapital für die spätere Finanzierung eines Eigenheims aufzubauen und sich gleichzeitig ein zinsgünstiges Darlehen zu sichern. Ein Bausparvertrag kombiniert Sparen mit der Option auf ein späteres zinsgarantiertes Darlehen. Die Bausparsumme, also der Gesamtbetrag, den ich am Ende zur Verfügung haben möchte, lege ich gleich zu Beginn fest. Ich spare zunächst einen Teil dieser Bausparsumme an und erhalten später ein Darlehen über den Restbetrag. Die Bausparkasse verwaltet mein Geld und sorgt für die Zuteilung, sobald bestimmte Bedingungen erfüllt sind.
Bausparen ist besonders in Deutschland beliebt, weil es Planungssicherheit bietet und durch staatliche Förderungen, wie die Wohnungsbauprämie oder die Arbeitnehmersparzulage, unterstützt wird. Die Grundidee: Wer regelmäßig Geld spart, wird belohnt – mit günstigen Zinsen und zusätzlichen Prämien. Doch wie funktioniert Bausparen im Detail und worauf müssen Bausparer achten?

Hinweis-Box

Begriffserklärung

  • Bausparen = Sparform zur Immobilienfinanzierung über Bausparkasse
  • Bausparvertrag = individueller Vertrag mit festgelegter Bausparsumme und Konditionen
  • Bausparsumme = Zielbetrag (Sparguthaben + Darlehen)
  • Zuteilung = Übergang zur Darlehensphase
  • Eigenkapital = selbst angesparte Summe vor Kreditaufnahme
  • Guthaben = angespartes Geld auf dem Bausparkonto
  • Zinsen = Ertrag aus Guthaben, Kosten beim Darlehen

Wie funktioniert Bausparen Schritt für Schritt?

Die Ansparphase – das Eigenkapital wächst

Ich eröffne einen Bausparvertrag und lege die Höhe der Bausparsumme fest (z. B. 100.000 Euro). Über Jahre zahle ich regelmäßig in diesen Bausparvertrag ein, sagen wir einfach mal 200 Euro pro Monat. Bis zu 30 bis 50 Prozent der Bausparsumme sollte man schon selbst sparen. Das angesparte Guthaben wird von der Bausparkasse je nach Tarif mit 0,1 bis 1,5 Prozent Zinsen (Stand 2025 ) verzinst. In dieser Phase steigere ich durch Wohnungsbauprämie, vermögenswirksame Leistungen (VL) und Arbeitnehmer-Sparzulage den Sparbetrag deutlich.

Die Zuteilung – Moment der Wahrheit

Ist die erforderliche Mindestansparung und Bewertungszahl erreicht, wird der Vertrag zuteilungsreif. Nun kann ich die vereinbarte Bausparsumme (Guthaben + Darlehen) abrufen. Dafür prüft die Bausparkasse meine Daten und benötigt meine Einwilligung zur Verarbeitung für die Vertragsabwicklung. Ich entscheide, ob…
…ich mir das Guthaben auszahlen lasse,
…ein Bauspardarlehen aufnehme (zweckgebunden für Bau, Kauf oder Modernisierung, wobei ich nachweisen muss, dass ich das Darlehen auch wirklich wohnwirtschaftlich verwenden möchte)
…oder die Ansparphase fortsetze.


Wenn ich das Bauspardarlehen in Anspruch nehme, muss ich nachweisen, dass ich das Geld wirklich für wohnwirtschaftliche Zwecke verwenden möchte. Erst durch die Zuteilung erhalte ich Anspruch auf das günstige Bauspardarlehen – der größte Vorteil beim Bausparen. Die Zinsen fürs Darlehen sind ab Vertragsabschluss garantiert und auf bis zu 15 Jahre festgeschrieben.

Die Darlehensphase

Wer die Bausparsumme für den Kauf, Bau oder die Modernisierung einer Immobilie einsetzen will, nutzt das Darlehen. Die Bausparkasse zahlt das fehlende Kapital zur vereinbarten Bausparsumme aus. Die Rückzahlung – meist in monatlichen Raten – ist dank niedriger, fester Zinsen gut kalkulierbar. Die Laufzeit kann oft individuell bestimmt werden. Unsicherheiten wie steigende Zinsen bleiben mir erspart.
Ich kann das Bauspardarlehen auch ablehnen und mir einfach das Guthaben auszahlen lassen.

Die wichtigsten Bausteine eines Bausparvertrags

Bausparsumme und Sparleistung

Die Bausparsumme bestimmt, in welcher Höhe mir mein Bausparvertrag am Ende Kapital für mein Bauvorhaben, einen Immobilienkauf oder die Modernisierung bereitstellt. Dabei setzt sich die Bausparsumme aus der Höhe des angesparten Guthabens und dem späteren Bauspardarlehen zusammen.
Ich sollte die Höhe der Bausparsumme realistisch wählen: Ist sie zu groß, verlängert sich meist die Ansparphase und ich muss mit höheren Kosten – vor allem einer höheren Abschlussgebühr – rechnen. Eine zu kleine Bausparsumme kann jedoch dazu führen, dass am Ende die gewünschte Höhe des zur Verfügung stehenden Kapitals nicht ausreicht.


Richtwerte zur Höhe der Bausparsumme:

  • Hauskauf: 80.000 bis 200.000 Euro
  • Modernisierung: 20.000 bis 50.000 Euro
  • Eigenkapitalaufbau: ganz individuell nach persönlichem Bedarf und Höhe des Budgets.

Mit einem Bausparrechner berechne ich schon vor Abschluss, wie meine monatliche Sparleistung und die gewählte Bausparsumme zusammenhängen. So stelle ich sicher, dass ich die richtige Höhe für mein Ziel wähle und später mein angespartes Kapital wie gewünscht verwenden kann.

Eigenkapital und Sparleistungen

Je mehr Eigenkapital ich bereits in der Ansparphase aufbaue, desto günstiger und einfacher wird die Baufinanzierung später. Die Höhe der monatlichen Sparrate beeinflusst, wie schnell mein Vertrag zuteilungsreif wird: Mit 300 Euro monatlich erreiche ich das Ziel deutlich schneller als mit 100 Euro. Dennoch behalte ich meine persönliche Liquidität im Blick.
Rechenbeispiel: Bausparsumme: 100.000 Euro, monatliche Sparrate: 250 Euro → Zuteilungsreife nach ca. acht bis zehn Jahren (abhängig von Tarif und Zinsen).

Zinsen, Konditionen und Kosten

Bausparverträge bieten meist niedrige Guthabenzinsen (0,1 bis 1,5 % p.a.), punkten aber mit langfristig festgeschriebenen Darlehenszinsen (typisch 1,5 bis 3,5 % p.a.). Diese Zinsgarantie verschafft mir Sicherheit, selbst wenn die Marktbedingungen schwanken. ABER: Ist der Marktzins dauerhaft niedrig, könnte eine klassische Baufinanzierung günstiger sein.
Abschlussgebühr: In der Praxis fällt eine Gebühr von 1,0 bis 1,6 Prozent der Bausparsumme an – bei 100.000 Euro also 1.000 bis 1.600 Euro.

Guthaben und Zuteilungsreife

Mein Guthaben wächst durch regelmäßige Einzahlungen, Zinsen und ggf. Förderung wie Wohnungsbauprämie oder Arbeitnehmersparzulage. Hat der Bausparvertrag die erforderliche Mindestansparung und Bewertungszahl erreicht, wird der Vertrag „zuteilungsreif“. Nun kann ich die vereinbarte Bausparsumme (Guthaben + Darlehen) abrufen. Formelle Voraussetzung: eine positive Bonitätsprüfung, Nachweis der wohnwirtschaftlichen Verwendung und meine Einwilligung zur Verarbeitung relevanter Daten durch die Bausparkasse für die Vertragsabwicklung. Die Bewertungszahl errechnet sich aus Höhe, Dauer und Kontinuität der Einzahlungen und regelt die Reihenfolge der Zuteilung. Meine für den Vertrag relevanten Daten werden von der Bausparkasse sorgfältig geprüft, bevor die Zuteilung erfolgt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die Bausparsumme bestimmt, wie viel Geld letztlich für das Eigenheim oder die Modernisierung bereitsteht.
  • Zu hohe Summen kosten mehr und verzögern die Auszahlung.
  • Sparrate und Eigenkapital sollten zum Alltag passen – ehrliche Prüfung meiner Möglichkeiten!
  • Gebühren (Abschluss, Kontoführung) beeinflussen die Rendite.
  • Zinsgarantie des Bausparvertrags gibt Sicherheit, ist aber nicht immer das günstigste Angebot am Markt.
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Wie funktioniert Bausparen und wäre das was für mich?

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Förderung: Wohnungsbauprämie, Vermögenswirksame Leistungen & Arbeitnehmersparzulage

Wohnungsbauprämie

Wenn ich als Ledige im Jahr bis zu 700 Euro in den Bausparvertrag einzahle (Verheiratete: 1.400 Euro), bekomme ich zehn Prozent Prämie geschenkt – bis zu 70 bzw. 140 Euro pro Jahr. Die Einkommensgrenzen (35.000/70.000 Euro) darf ich nicht überschreiten. Wichtig: Ich muss den Antrag jedes Jahr stellen (das läuft meistens über die Bausparkasse) und die Förderung gibt es nur, wenn ich das Guthaben tatsächlich für wohnwirtschaftliche Zwecke verwende.
Praxisbeispiel: Zahle ich konsequent 700 Euro jährlich ein, bekomme ich für zehn Jahre 700 Euro geschenkt – ein leichter Boost für mein Ziel.


Mini-FAQ:

  • Bei vorzeitiger Kündigung verfällt die Prämie.
  • Wer Anspruch hat, sollte die Förderung jedes Jahr sichern.
  • Ich kann die Wohnungsbauprämie nur nutzen, wenn ich das angesparte Guthaben wirklich für die eigenen Wohnprojekte verwende.

Vermögenswirksame Leistungen (VL) & Arbeitnehmersparzulage

Viele Arbeitnehmer bekommen vermögenswirksame Leistungen (VL): Bis zu 40 Euro/Monat zahlt mir der Arbeitgeber extra und direkt in den Bausparvertrag ein – ich muss das nur beantragen. Wer gering verdient (unter 17.900/35.800 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen), kann zudem die Arbeitnehmersparzulage beantragen:

  • neun Prozent Förderung auf bis zu 470 Euro (Alleinstehend) bzw. 940 Euro (Verheiratet) eingezahlte VL jährlich
  • maximal 43 bzw. 86 Euro jährlich vom Staat

So funktioniert’s:

  1. Im Arbeitsvertrag prüfen, ob ich VL bekomme.
  2. Mit der Bausparkasse den VL-tauglichen Vertrag eröffnen.
  3. Arbeitgeber zahlt direkt auf den Vertrag ein.
  4. Arbeitnehmersparzulage jährlich mit Hilfe der Bausparkasse beantragen.
  5. Auszahlung und Förderung erhalte ich nur, wenn ich das Geld wohnwirtschaftlich nutze.

Praxisbeispiel:

Ich bekomme 40 Euro im Monat VL (480 Euro/Jahr). Davon sind 470 Euro förderfähig – ich beantrage die Arbeitnehmersparzulage und bekomme jedes Jahr zusätzlich 42,30 Euro aufs Bausparkonto. Nach sieben Jahren: ca. 3.650 Euro aus VL und Zulage – ohne eigenes Risiko!

 

Wichtig:
Arbeitnehmersparzulage gibt es nur für tatsächlich gezahlte VL (nicht für freiwillige Eigenleistungen). Die Zulage wird jährlich über die Einkommensteuererklärung beantragt (rückwirkend zwei Jahre möglich), die Auszahlung erfolgt gemeinsam mit dem Guthaben und ausschließlich bei wohnwirtschaftlicher Verwendung.

Weitere Programme: KfW, Länder-Förderungen

Bei Modernisierung, energieeffizientem Umbau oder Neubau kann ich günstige KfW-Darlehen oder regionale Zuschüsse nutzen und mit meinem Bausparvertrag kombinieren.

Selbsttest
Bauspar-Eignungs-Test: Bin ich ein Bausparer?

Wie funktionierts? Jede Frage ehrlich mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten und am Ende die Anzahl der „Ja“-Antworten zählen.

  1. Plane ich in den nächsten Jahren den Kauf, Bau oder die Modernisierung einer Immobilie?
  2. Ist mir Planungssicherheit bei Zinsen und Raten wichtiger als maximale Rendite?
  3. Lege ich Wert auf staatliche Förderung (z. B. Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage)?
  4. Kann ich regelmäßig einen festen Betrag als Sparrate aufbringen – und bin ich bereit, diesen über viele Jahre einzuzahlen?
  5. Bin ich bereit, mein Guthaben vor allem für wohnwirtschaftliche Zwecke zu nutzen?
  6. Wünsche ich mir Eigenkapitalaufbau für eine spätere Finanzierung?
  7. Habe ich eher einen mittelfristigen oder langfristigen Anlagehorizont (mindestens fünf bis zehn Jahre)?
  8. Kann ich damit leben, dass das Produkt weniger flexibel ist als ein Tagesgeldkonto oder ein ETF-Sparplan?
Auswertung:
  • 6 bis 8 x „Ja“: Bausparen ist genau das Richtige, um von Sicherheit, Förderung und planbarer Finanzierung zu profitieren.
  • 3 bis 5 x „Ja“: Bausparen kann sinnvoll sein. Besser noch mal individuell prüfen, ob es zu eigenen Zielen und zur Höhe der geplanten Investition passt.
  • 0–2 x „Ja“: Da gibt es wahrscheinlich flexiblere oder renditestärkere Alternativen zum klassischen Bausparen. Besser noch mal zu anderen Finanzprodukten beraten lassen!

Vorteile und Nachteile des Bausparens

Vorteile auf einen Blick:

  • Planungssicherheit durch garantierte Zinsen für mein späteres Darlehen
  • staatlicher Turbo: Förderung durch Prämien, VL und Sparzulage
  • disziplinierter Eigenkapitalaufbau: Ich bleibe am Ball – und verbessere die Kreditwürdigkeit
  • flexible Nutzung: für Eigenheim, Modernisierung und Anschlussfinanzierung geeignet
  • Geld ist sicher: Mein Guthaben ist durch die Einlagensicherung geschützt.

Nachteile/Kritik:

  • niedrige Guthabenzinsen: meist weniger als die Inflation, echtes Wachstumspotenzial fehlt
  • Kosten: Abschlussgebühren können die Rendite schmälern
  • Gesetzlich geregelt: Förderung gibt’s nur für wohnwirtschaftliche Zwecke.
  • Wenig flexibel: Schneller Umstieg oder spontane Verfügbarkeit? Da bieten andere Anlagen Vorteile.
  • Komplexe Tarife: Ohne Beratung komme ich oft nicht durch den Angebotsdschungel.

Kritische Einordnung: Immer noch zeitgemäß? Wie funktioniert Bausparen im Zinsumfeld 2025/2026?

Vergleiche ich Bausparen mit Tagesgeld (aktuell 1,5 bis 3 % Zinsen), ETF-Sparplan (4 bis 7 % historisch, aber schwankend) und anderen Sparformen, bleibt Bausparen bei der Rendite klar zurück. Die Stärke liegt in der Sicherheit: Ich sichere mir heute den Zins fürs Darlehen von morgen, erhalte Förderungen und weiß genau, woran ich bin. Laut Stiftung Warentest (2024) ist die Netto-Rendite beim Bausparvertrag nach Abzug aller Kosten oft niedrig oder im Negativbereich. Für reine Renditejäger ist das nichts – aber für mich als sicherheitsorientierten Planer passt es, wenn ich Förderungen nutze und tatsächlich ein Wohnprojekt anstrebe. Bausparen ist heute also weniger ein Rendite-, sondern vor allem ein Sicherheits- und Förder-Instrument.

Praxisbeispiele – Wie nutze ich Bausparen sinnvoll?

Eigenheimkauf clever geplant

Ich will in zehn Jahren ein Haus kaufen (Kosten: 350.000 Euro, Eigenkapitalziel: 60.000 Euro). Mit laufender Eigenleistung, VL meines Chefs, Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie habe ich nach acht Jahren ausreichend Eigenkapital und sicheren Zugriff auf das günstige Bauspardarlehen – meine Bank finanziert danach zu Top-Konditionen.

Modernisierung finanzieren

Meine Wohnung braucht eine neue Heizung und Dämmung (Kosten: 35.000 Euro). Mit meinem alten Bausparvertrag, der jetzt zuteilungsreif ist, finanziere ich Modernisierung günstig – KfW-Kredit und Zuschüsse kombiniere ich dazu.

Anschlussfinanzierung absichern

Mein Immobilienkredit läuft in sechs Jahren aus. Schon heute schließe ich einen Bausparvertrag, baue Eigenkapital auf und sichere mir günstige Zinsen für die Anschlussfinanzierung.

Häufige Fragen zum Bausparen (FAQ)

Wie lange dauert die Ansparphase?

Je nach Sparrate und Höhe der Bausparsumme meist sieben bis zehn Jahre; Sonderzahlungen verkürzen die Zeit.

 

Kann ich den Bausparvertrag vorzeitig kündigen?
Ja, aber dann geht die Förderung meist verloren.

 

Gibt es die Arbeitnehmersparzulage auch ohne VL?
Nein, sie ist fest an vermögenswirksame Leistungen gebunden.

 

Wird die Wohnungsbauprämie automatisch gewährt?
Nein, ich muss sie jedes Jahr über die Bausparkasse beantragen.

 

Was passiert, wenn ich das Guthaben nicht für eine Immobilie nutze?
Dann entfallen Auszahlungen der Förderung rückwirkend.

 

Wie funktioniert die Zuteilung für Bausparer?
Meine Einzahlungen und Zeit ergeben eine Bewertungszahl. Ist sie hoch genug, prüft die Bausparkasse und gibt die Zuteilung frei.

 

Kann ich Bausparen und andere Sparformen kombinieren?
Natürlich! Für Flexibilität nutze ich zusätzlich Tagesgeld oder einen ETF-Sparplan.

 

Was, wenn ich das Ziel ändere?
Ich kann auf das Darlehen verzichten und mir das Guthaben zur freien Verfügung (ohne Förderung) auszahlen lassen.

Checkliste
Worauf sollte ich beim Bausparen achten?

So klappt’s mit der passenden Höhe, den richtigen Kosten und optimaler Förderung.

  • Ist die Höhe meiner Bausparsumme realistisch kalkuliert?
  • Sind alle Kosten und Konditionen transparent aufgelistet?
  • Gibt es Aussicht auf Wohnungsbauprämie, VL und Arbeitnehmersparzulage?
  • Ist der Tarif zur Lebens- und Einkommenssituation passend?
  • Wird das Guthaben tatsächlich für Wohnzwecke verwendet?
  • Sind Alternativen (Tagesgeld, ETF, Direktdarlehen) bedacht?
  • Beratung eingeholt und aktuelle Förderbedingungen gesichert?

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So finde ich den passenden Bausparvertrag

  • Ziel festlegen: Was will ich wann erreichen – Hausbau, Modernisierung oder Eigenkapital?
  • Bausparsumme kalkulieren: Wie groß ist meine Finanzierungslücke?
  • Sparrate bestimmen: Wieviel kann ich monatlich ohne Stress sparen?
  • Angebote vergleichen: Gebühren, Zinsen, Bedingungen mehrerer Bausparkassen durchforsten.
  • Förderung klären: Habe ich Anspruch auf Wohnungsbauprämie, VL, Arbeitnehmersparzulage?
  • Vertrag auswählen: Auf Flexibilität, Sondertilgung und faire Konditionen achten.
  • Abschluss mit Beratung: Unabhängige Beratung oder unabhängigen Rechner zu Rate ziehen!
  • Förderanträge stellen: Nicht vergessen – jedes Jahr neu!
  • Ziel nicht aus den Augen verlieren und flexibel bleiben.

Fazit: Für wen ist Bausparen die richtige Wahl?

Bausparen bleibt ein attraktives Instrument für alle, die:

  • Wert auf Sicherheit und Förderung legen,
  • planvoll Eigenkapital fürs Eigenheim, die Modernisierung oder Anschlussfinanzierung aufbauen möchten,
  • von VL und staatlicher Förderung profitieren können.

Für reine Renditeanleger, extrem flexible Sparer oder Verbraucher ohne Förderanspruch gibt es inzwischen Alternativen mit oft besserem Chance-Risiko-Profil. Entscheidend bleibt die individuelle Planung, professionelle Beratung und ein kritischer Blick auf Konditionen, Fördersumme und Zweckbindung.

Stand: Februar 2026

Das Wort zum Schluss

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