Die meisten Wetter-Apps zeigen den aktuellen UV-Index an. Ein kurzer Blick am Morgen genügt: Bei Werten ab 3 gehören Sonnencreme und Sonnenbrille in die Tasche. Das BfS stellt tagesaktuelle Messwerte und 3-Tage-Prognosen auf bfs.de bereit.
Gesundheit
UV-Strahlung verstehen: Risiken, UV-Index und wirksamer Schutz
Sonnenlicht tut gut – doch UV-Strahlung hat auch ihre Schattenseiten. Über 200.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Hautkrebs. Dabei lässt sich das Risiko mit einfachen Maßnahmen deutlich senken. WissensWert erklärt, worauf es beim Schutz von Haut und Augen ankommt.
UV-Strahlung ist für das menschliche Auge unsichtbar, besitzt hohe Energie und kann Haut und Augen schädigen. Sie entsteht als Teil des Sonnenlichts und begleitet Menschen täglich – beim Gang zur Arbeit, beim Sport oder im Urlaub.
Die Wirkung ist zweischneidig: Einerseits ermöglicht UV-Strahlung die lebenswichtige Vitamin-D-Produktion. Andererseits verursacht sie Sonnenbrand, beschleunigt die Hautalterung und erhöht das Hautkrebsrisiko. Der Schlüssel liegt im bewussten Umgang – weder völlige Vermeidung noch Sorglosigkeit führen zum Ziel.
UV-Strahlung verstehen: Wellenlänge, Strahlungstypen und Ozonschicht
UV-A
95%
Dringt tief ein, altert die Haut vorzeitig
Durchdringt Fensterglas und Wolken
UV-B
5%
Verursacht Sonnenbrand, ermöglicht aber Vitamin-D-Produktion
Hauptverantwortlich für Hautkrebs
UV-C
0 % (natürlich)
Sehr gefährlich, wird aber von der Ozonschicht blockiert
Nur in künstlichen Quellen wie Desinfektionslampen
Wichtig: UV-A wirkt auch hinter Glas – etwa im Auto oder am Fensterplatz im Büro.
Wie UV-Strahlung die Erde erreicht – und was der UV-Index verrät
0 bis 2
Niedrig
60+ Minuten
Kein besonderer Schutz
3 bis 5
Mittel
30 bis 45 Minuten
Sonnencreme, Hut und Sonnenbrille tragen
6 bis 7
Hoch
15 bis 25 Minuten
Mittagssonne meiden, Schatten suchen
8 bis 10
Sehr hoch
10 bis 15 Minuten
Zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten bleiben
11+
Extrem
Unter 10 Minuten
Aufenthalt im Freien meiden
*Richtwerte für ungeschützte Haut bei Hauttyp II (mitteleuropäisch, helle Haut). Bei hellerer Haut verkürzt sich die Zeit, bei dunklerer verlängert sie sich.
Vitamin D und Wohlbefinden: Die positiven Effekte der Sonne
Sommer
10 bis 15 Minuten, 2 bis 3x pro Woche
Gesicht, Arme und Hände unbedeckt
Winter
Nicht ausreichend
UV-B-Intensität in Deutschland zu gering
*Ohne Sonnenschutz, bei Hauttyp II (mitteleuropäisch). Keinen Sonnenbrand riskieren.
Vorsorge beginnt vor dem Sonnenbrand
Auffällige Muttermale oder Hautveränderungen sollten zeitnah ärztlich begutachtet werden. Mit dem Online-Hautarzt dermanostic bietet die Debeka einen schnellen und unkomplizierten Service: Einfach ein Foto der betroffenen Stelle hochladen und innerhalb von 24 Stunden eine fachärztliche Einschätzung erhalten – ohne Wartezeit, ohne Praxisbesuch.
Von Sonnenbrand bis Hautkrebs: Risiken für Haut und Augen
Sonnencreme, Kleidung, Sonnenbrille: So funktioniert UV-Schutz
Solarium & Co.: Künstliche UV-Quellen und ihre Risiken
Beruf, Sport, Reisen: UV-Schutz in jeder Lebenslage
Häufige Fragen rund um UV-Strahlung und Sonnenschutz
Fazit: Mit Wissen und Schutz die Sonne genießen
UV-Strahlung ermöglicht lebenswichtige Prozesse wie die Vitamin-D-Synthese, birgt aber erhebliche Risiken. Der Schlüssel liegt in der Balance: Kurze Aufenthalte in der Sonne für Vitamin D sind gesund. Für längere Zeiten sind Schutzmaßnahmen unverzichtbar: Schatten nutzen, Kleidung tragen, Sonnencreme auftragen, Augen schützen.
Die Prävention von Hautkrebs beginnt heute. Jeder vermiedene Sonnenbrand ist eine Investition in die Gesundheit. Besonders wichtig ist der Schutz von Kindern – die UV-Exposition in jungen Jahren prägt das Hautkrebsrisiko maßgeblich. Jeder trägt Verantwortung: Information über den UV-Index einholen. Aktivitäten anpassen, konsequent Schutzmaßnahmen nutzen. Regelmäßige Hautkrebs-Screenings sind zentral. Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser die Heilungschancen.
Die Forschung schreitet voran. Die Sonne lässt sich mit Verstand und Schutz genießen. Haut und Augen danken es – heute und in vielen Jahren.
Stand: März 2026