Das ist abhängig vom eigenen Lebensstil. Als Faustregel vieler Frugalisten gilt: Man sollte das 25-Fache bis 30-Fache seiner Jahresausgaben angespart haben, um für etwa 30 Jahre finanziell unabhängig zu sein. Diese FI-Zahl (FI = Financial Independence) bezeichnet den Geldbetrag, dessen passive Erträge die jährlichen Lebenshaltungskosten decken. Erreicht man diese Summe, ist man theoretisch finanziell unabhängig und könnte den bisherigen Lebensstil finanzieren, ohne arbeiten zu gehen. Gibt man also 2.700 Euro monatlich für seinen Lebensunterhalt aus, wären das mindestens 810.000 Euro – ein enormer Betrag.
Diese Rechnung bezieht sich auf die Trinity-Studie aus dem Jahr 1998, die eine Finanzierung von 30 Jahren vorausgesetzt hat. Demnach könnte man jährlich vier Prozent vom Kapital entnehmen, ohne dass es aufgebraucht würde. Das galt damals. Natürlich gibt es noch andere Faktoren zu bedenken: Inflation, Niedrigzinsphasen, Börsenkrisen, Steuern, steigende persönliche Ausgaben, längere Lebenszeit, früherer Ruhestand, gravierende Änderungen im Leben, unvorhersehbare Mehrkosten etc.
Hinzu kommen sich ändernde Lebensumstände und Vorlieben: Eine wachsende Familie kostet mehr Geld und auch Zeit. Das definitiv benötigte Vermögen lässt sich also nicht explizit bestimmen.